Pädagogische Leitideen

Es ist die Aufgabe von Lehrern, die Rechte der Kinder, welche die Vereinten Nationen in dem Übereinkommen vom 20.11.1989 zusammengefasst haben, zu verwirklichen. Die Durchsetzung der Konvention ist eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.  Ein ganz wichtiges Recht der Kinder, welches in dieser Konvention festgelegt wurde, ist das Recht auf eigene Meinung (Artikel 12, Abs. 1, der UNO Konvention). 

In einer Kinderkonferenz an der EMA-Schule bekommen die Kinder die Möglichkeit, dieses Recht auszuüben.  Hier dürfen sie ihre Belange äußern und werden dabei ernst genommen. Unser Erziehungsauftrag besteht darin, aus Kindern mündige Bürger zu machen.  Wir wollen sie zur Selbstständigkeit und Selbstinitiative erziehen.

Die Kinderkonferenz gibt den Schülern die Möglichkeit, erste demokratische Grundbausteine zu erfahren.

 

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Der Aufbau einer Kinderkonferenz

Anfang eines jeden Schuljahres wählt jede Klasse einen Klassensprecher und einen Vertreter. Dies sollte wenn möglich in den ersten zwei Wochen geschehen, damit die Kinderkonferenz schnellstmöglich zusammenkommen kann. Die ersten Schuljahre sind hiervon erst einmal ausgenommen.  Dort sollen die Klassensprecher erst am Anfang des zweiten Halbjahres gewählt werden. Es ist wichtig, dass auch wirklich eine geheime Wahl stattfindet und nicht der Klassenlehrer die Klassensprecher bestimmt. 

Die Klassensprecher treffen sich alle 3 Wochen mit einer Lehramtsanwärterin und der Schulsozialarbeiterin in der Kinderkonferenz im Lehrerzimmer. Vorher haben sie mit ihrer Klasse wichtige Anliegen besprochen und ausgewählt.

Seit Februar 2012 gibt es an der EMA eine Wandzeitung, auf die die Kinder ihre Anliegen notieren können. Diese Wandzeitung hängt an einer Stellwand im Flur vor dem Sekretariat, ist also für jeden Schüler/jede Schülerin zugänglich. (Ein Stift zum Schreiben hängt direkt daneben.)

Jeder, der etwas aufschreibt, sollte mit seinem Namen unterschreiben.

Die Wandzeitung kann die Tagesordnungspunkte der Kinderkonferenz vorgeben. Punkt für Punkt kann durchgesprochen werden. Die Anliegen, für die keine Zeit mehr war, sollen in der nächsten Kinderkonferenz als erstes besprochen werden.

Die Kinderkonferenz findet im Lehrerzimmer statt. Zunächst werden durch einen Erwachsenen die Rollen des Protokollanten, des Zeitwächters und des Moderators an die Kinder verteilt. Die Tagesordnung besteht aus Themen, welche durch die Kinder in der vorigen Kinderkonferenz abgestimmt wurden. Aktuelle Themen aus den Klassen können ebenfalls angesprochen werden.

Hier die Tasgesordnung vom 04.12.2012

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Dann kann  die Diskussion beginnen: 


 
 

 

 

 

 

Ein Erwachsener führt ebenfalls Protokoll. Das Kind, welches als Moderator ausgewählt wurde, leitet die Diskussion.  

 

Das Protokoll der Kinderkonferenz wird später für alle Klassen veröffentlicht

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Hier das Protokoll der Kinderkonferenz vom 02. 10. 2012

Anwesende: Je zwei VertreterInnen der Klassen 2a, 2b, 2c, 3a, 3b, 3c, 4a, 4b, 4c, Anja Hausmann, Julia Weibel.

Protokoll: Anja Hausmann, Julia Weibel

Spaßkämpfe  

-       Bis auf Klasse 3b haben alle anwesenden Klassen das Thema Spaßkämpfe besprochen und alle Klassen haben dafür gestimmt, Spaßkämpfe in der Schule grundsätzlich zu verbieten. Der Beschluss wird den Klassen durch die Klassensprecher mitgeteilt. Der Beschluss wird an die Lehrerkonferenz weiter gegeben und die Pausenaufsicht wird informiert.

Klettern

-       Die Kinder wollen wissen, ob und an welchen Bäumen geklettert werden darf. Die Frage soll an die Lehrerkonferenz weitergeleitet und dort geklärt werden. Die „Kletterbäume“ sollen dann für alle erkennbar gekennzeichnet werden.

Fußball

-       Die Fußballtore fehlen immer noch. Die Kinderkonferenz bittet Frau Kalter darum, nochmals bei der Grüngürtelschule nachzufragen.

-       Der Fußballplan wird insbesondere von den Kindern der 4. Klassen nicht eingehalten. Sie stören das Spiel der anderen Stufen. Die Klassensprecher erinnern in den Klassen an die Fußballregeln. Jedes Kind muss sich an den Fußballplan halten, ggfs. muss die Aufsicht hinzugezogen werden.

-       Wenn die Mannschaften bei den Spielen unterschiedlich groß sind, muss jede Klasse (die spielt) selbst entscheiden, ob sie sich Verstärkung aus einer anderen Klasse holt.

Pause/ Hof

-       Die Kinder würden die Spielzeuge aus dem Ganztag auch gerne nachmittags benutzen. Sie besprechen, dass dafür der Hof zu voll ist und es nicht genügend Spielzeuge gibt.

-       Die Kinder wünschen sich Schaukeln auf dem Schulhof. Der Wunsch wird an Frau Kalter weiter gegeben. Einige Kinder geben jedoch zu bedenken, dass vermutlich nicht genügend Platz auf dem Schulhof ist und dass das Schaukeln gefährlich sein könnte.

-       Kinder der Grüngürtel-Schule ärgern EMA-Kinder beim Kakao holen und in der Pause und hören nicht auf Stopp. Alle Kinder (der KGS und der EMA) sollten versuchen freundlich miteinander umzugehen. Ggfs. muss die Aufsicht eingeschaltet werden.

Eltern

-       Die Kinder beschweren sich, dass die Eingänge und der Schulhof wegen der vielen Eltern, die ihre Kinder begleiten, zu voll sind. Außerdem stören Ranzen, die in den Eingängen stehen. Das Elternproblem wird sich vermutlich lösen, wenn die Erstklässler etwas länger in der Schule sind und nicht mehr so eng begleitet werden müssen. Die EMA-Kinder sollen daran erinnert werden, dass sie ihre Ranzen immer auf die Ranzen-Parkplätze und nicht mitten in den Weg stellen sollen. Möglicherweise kann Frau Kalter der KGS auch den Vorschlag machen, einen Ranzen-Parkplatz am Eingang einzurichten.

Lernzeit

-       Die Kinder wünschen sich, dass die Lernzeit wieder früher stattfindet. Durch die späte Lernzeit müssen manche Kinder, die nachmittags Termine haben, ihre Hausaufgaben spät abends noch erledigen. Viele Kinder machen ihre Hausaufgaben deswegen gar nicht.

-       Die freie Zeit am Nachmittag (vor der Lernzeit) können die Kinder nicht genießen, da sie immer daran denken, dass sie noch Hausaufgaben erledigen müssen.

Die Diskussion zur Lernzeit konnte nicht zu Ende geführt werden. Auch die Themen „Toiletten“ und „Süßigkeiten in der Schule“ mussten aus Zeitmangel auf die nächste Kinderkonferenz vertagt werden.

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 In der Kinderkonferenz wurden auch Regeln abgestimmt, die als Vereinbarungen gelten sollen, damit  in den Pausen und auf den Schulktoiletten jeder zurecht kommen kann.

Regeln-Pause

 

Regeln-Ruhehof

 

Regeln-Rutsche

 

Regeln-Spinne

 

Regeln-Klo

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